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Anlagentypen

Aufdachanlage

Eine Aufdachanlage ist eine Photovoltaikanlage, deren Module auf einer Unterkonstruktion über der bestehenden Dacheindeckung montiert werden – die mit Abstand häufigste Bauform bei Einfamilienhäusern.

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Bei einer Aufdachanlage wird die vorhandene Dacheindeckung – meist Ziegel oder Beton – nicht ersetzt, sondern die Solarmodule werden auf einer Metall-Unterkonstruktion montiert, die einige Zentimeter über dem Dach schwebt. Dachhaken werden dafür zwischen den Ziegeln in die Dachlatten eingehängt, darauf kommen Montageschienen und schließlich die Module. Diese Bauweise ist heute der klare Standard bei Einfamilienhäusern in Deutschland, weil sie technisch unkompliziert, gut kalkulierbar und im Vergleich zur Alternative deutlich günstiger ist.

Der wichtigste Gegenspieler ist die Indach- oder Volldachanlage, bei der die Module selbst die Dacheindeckung ersetzen und wetterdicht abschließen. Das sieht optisch hochwertiger aus und ist bei Neubauten oder ohnehin fälliger Dachsanierung eine Überlegung wert, kostet aber spürbar mehr und ist bei Defekten aufwendiger zu warten, weil einzelne Module Teil der Dachhaut sind. Für ein bestehendes, intaktes Dach ist die Aufdachanlage deshalb in den allermeisten Fällen die wirtschaftlich sinnvollere Wahl – der Hinterlüftungsspalt zwischen Modul und Ziegel kühlt die Module zudem leicht, was sich positiv auf den Ertrag auswirkt.

Vor der Montage prüft ein seriöser Solarteur immer die Statik des Daches, den Zustand der Dacheindeckung und -latten sowie die Ausrichtung und Verschattung durch Nachbargebäude, Bäume oder Dachaufbauten. Ist die Eindeckung älter als etwa 20 bis 25 Jahre oder bereits geschädigt, lohnt sich oft eine Sanierung vor der Montage, statt die Module später bei einer fälligen Dachreparatur wieder demontieren zu müssen. Wie der Installationsprozess konkret abläuft, von der ersten Begehung bis zur Inbetriebnahme, beschreibt der Ratgeber zum Ablauf einer Aufdachanlagen-Installation.

In der Beratung ist die Aufdachanlage meist auch die richtige Wahl, wenn ein schneller Umstieg auf Solarstrom im Vordergrund steht: Die Montagezeit liegt bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus typischerweise bei ein bis zwei Tagen, ohne dass tief in die Dachkonstruktion eingegriffen werden muss.

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