Eigenverbrauchsquote
Die Eigenverbrauchsquote gibt an, welcher Anteil des selbst erzeugten Solarstroms direkt im eigenen Haushalt verbraucht wird, statt ins Netz eingespeist zu werden. Formel: Eigenverbrauch geteilt durch Erzeugung, mal 100.
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Die Eigenverbrauchsquote gibt an, welcher Anteil des selbst erzeugten Solarstroms direkt im eigenen Haushalt verbraucht wird, statt ins öffentliche Netz eingespeist zu werden. Sie berechnet sich als Eigenverbrauch geteilt durch die gesamte PV-Erzeugung, multipliziert mit 100. Wichtig ist, sie nicht mit dem Autarkiegrad zu verwechseln: Der Autarkiegrad setzt den Eigenverbrauch ins Verhältnis zum gesamten Stromverbrauch des Haushalts und beschreibt, wie unabhängig du vom Netz bist – die Eigenverbrauchsquote sagt dagegen nur, was mit dem erzeugten Solarstrom passiert.
Ohne Batteriespeicher erreichen die meisten Haushalte eine Eigenverbrauchsquote von rund 25 bis 35 Prozent, weil die Erzeugung mittags am höchsten ist, der Verbrauch aber meist morgens und abends. Mit einem passend dimensionierten Speicher lässt sich dieser Wert häufig auf 60 bis 80 Prozent steigern, da der mittägliche Überschuss zwischengespeichert und abends wieder genutzt wird. Auch eine gezielte Lastverschiebung – Waschmaschine, Wallbox oder Wärmepumpe bevorzugt tagsüber laufen lassen – erhöht die Quote spürbar, selbst ohne Speicher.
Für die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage ist die Eigenverbrauchsquote heute die wichtigste Stellschraube: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde erspart den Bezug von deutlich teurerem Netzstrom, während eingespeister Überschuss nur die niedrigere Einspeisevergütung bringt. Eine hohe Quote verkürzt daher direkt die Amortisationszeit. Wie du deinen Eigenverbrauch systematisch erhöhst, zeigt der Ratgeber zum Eigenverbrauch optimieren, und ob sich in deinem Fall eher Eigenverbrauch oder Volleinspeisung lohnt, klärt der Vergleich Eigenverbrauch vs. Volleinspeisung.
Bei der Anlagenplanung lohnt sich ein realistischer Blick auf beide Kennzahlen zusammen: Eine überdimensionierte Anlage erzeugt zwar in Summe mehr Strom, senkt aber tendenziell die Eigenverbrauchsquote, weil an sonnigen Tagen mehr produziert wird, als der Haushalt gleichzeitig verbrauchen kann. Ziel sollte daher nicht die maximale Quote allein sein, sondern die Kombination aus Anlagengröße, Speicher und Verbrauchsverhalten, die über die gesamte Lebensdauer die niedrigsten Stromkosten liefert.
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